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Menschen der Pandemie: Alltagshelden

Als Teil unserer fortlaufenden Bemühungen, all jene zu feiern und zu ehren, die in dieser Zeit der beispiellosen globalen Krise hart arbeiten, um anderen zu helfen, teilen wir Geschichten von Kunden, die Squarespace nutzen, um Unterstützung, Hoffnung und Verbindung in ihre Gemeinschaften zu bringen.

People of the Pandemic ist eine im Vereinigten Königreich entstandene Porträtserie, die von einem Mitarbeiter des örtlichen Supermarkts inspiriert wurde und den essenziellen Arbeitskräften, die gegen COVID-19 kämpfen, ein Gesicht gibt. Wir haben mit den Gründern dieses Projekts gesprochen, um mehr darüber zu erfahren, wie sie angefangen haben und was sie sich von diesen Geschichten für unsere globale Gemeinschaft erhoffen.

People of the Pandemic

SQUARESPACE: Vor der Pandemie habt ihr „The Worldwide Tribe“ gegründet, eine Storytelling-Organisation mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Flüchtlingskrise zu schärfen. Wie hat es eure eigene Perspektive verändert, diese Geschichten zu entdecken und sie mit der Welt zu teilen?

PEOPLE OF THE PANDEMIC: Ja, The Worldwide Tribe begann 2015, als meine Eltern den Prozess der Adoption eines unbegleiteten Minderjährigen durchliefen, der über das berüchtigte Flüchtlingslager, das unter dem Namen „Dschungel von Calais“ bekannt ist, ins Vereinigte Königreich gekommen war. Nachdem ich das Lager besucht hatte, schrieb ich einen Beitrag darüber in den sozialen Medien, der sich viral verbreitete und am Ende viele Geld- und Sachspenden für das Lager einbrachte. Aber für mich lag der Schwerpunkt immer auf dem Geschichtenerzählen (Storytelling), um gegen die negativen Stereotypen und Wahrnehmungen anzugehen, die die Leute über Einwanderung, Flüchtlinge und Asylsuchende haben. Es fühlte sich an, als ob wir damit dem Kern der Thematik näherkommen. Ja, wir konnten Zelte und Schlafsäcke in den Lagern verteilen, aber warum waren diese Lager überhaupt dort?

Diese Jahre des Geschichtenerzählens haben mich gelehrt, dass wir alle unsere eigene, einzigartige Geschichte haben. Das hat uns dorthin gebracht, wo wir heute stehen. Niemandes Geschichte sollte übersehen werden. Das hat mir geholfen, mehr Mitgefühl zu finden, auch für diejenigen, die vielleicht ganz andere Ansichten als ich haben, indem ich verstanden habe, dass diese Ansichten durch die Geschichten geformt wurden, die jedem von uns erzählt wurden. 

SQSP: Was erhofft ihr euch in dieser Zeit der Ungewissheit, dass die Leute davon mitnehmen, wenn sie die Geschichten der Menschen lesen, die auf der „People of the Pandemic“-Website vorgestellt werden?

POTP: Die Geschichten auf der Website sind erbaulich, inspirierend und echt. Wir konzentrieren uns auf die Helden des Alltags, die ständig um uns herum sind. Wir hoffen, dass die Leute durch die Lektüre dieser Geschichten diese Helden in den Menschen um sie herum wiedererkennen werden. Das Ziel ist, dass diese Helden anerkannt und gewürdigt werden, und sei es auch nur mit einem Lächeln. Wir hoffen, dass unsere neue „Normalität“ auch eine neu gefundene Wertschätzung für die Menschen beinhaltet, die unsere Gesellschaft wirklich am Laufen halten.

People of Pandemic2

SQSP: Wie hat sich der Aufbau dieser Community darauf ausgewirkt, wie ihr auf diese Pandemie reagiert habt?

POTP: Es ist immer wichtig, in den Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt, auch Chancen zu sehen. Unsere Arbeit umfasst oft internationale Reisen und auch ein gewisses Maß an physischem Kontakt mit Menschen. So bauen wir auf natürliche Weise Beziehungen auf. Mein Partner und Mitbegründer von People of the Pandemic, Joshua Coombes, ist Friseur und Storyteller, der Menschen, die Obdachlosigkeit erleben, die Haare schneidet und ihre Geschichten unter dem Hashtag #DoSomethingForNothing erzählt. Das ist momentan offensichtlich nicht möglich, weshalb wir einen Weg gefunden haben, unsere Fähigkeiten im Geschichtenerzählen und im Aufbau von Communitys auf die aktuelle Situation anzuwenden. Unser drittes Teammitglied und der Kreativdirektor ist unser Mitbewohner Joe Watson. Dieses Projekt ist für uns eine erfüllende Möglichkeit, diese sehr ungewöhnliche Zeit gemeinsam zu Hause zu verbringen, und ich bin auch sicher, dass es unser Verhalten in Zukunft verändern wird. Ich werde nie wieder in einen Londoner Bus steigen, ohne den Fahrer zu würdigen, und nachdem ich ihre Geschichten gehört habe, werde ich nie wieder das Team in unserem örtlichen Supermarkt oder irgendeinem anderen Lebensmittelladen für selbstverständlich nehmen!

SQSP: So viel von eurer Arbeit ist dem Aufbau einer Community und dem Knüpfen von Beziehungen über Grenzen, Nationen und Kulturen hinweg gewidmet. Wie ermutigt ihr Menschen, sich in einer Zeit der obligatorischen sozialen Distanzierung miteinander zu vernetzen?

POTP: Glücklicherweise leben wir in einer Zeit, in der globale Verbindungen einfacher denn je sind. Soziale Medien überwinden alle Grenzen, Nationalitäten, Religionen und Sprachen, und das ist eine wirklich schöne Sache. Die Wichtigkeit von Internet-Konnektivität ist heute offensichtlicher denn je, weshalb wir vielleicht unseren letzten Mitbewohner erwähnen sollten, der mit uns die Zeit in Selbstisolation verbringt, meinen Bruder Nils, der ein Projekt namens „Jangala wifi“ leitet, das wir 2015 gemeinsam im „Dschungel von Calais“ begonnen haben. Janga.la bietet jetzt Konnektivitätslösungen für Flüchtlingslager und Katastrophengebiete auf der ganzen Welt an, und ihr Ziel ist es, dass alle sich an diesem globalen Gespräch beteiligen können.

Soziale Distanzierung bedeutet nicht, dass diese Erfahrung uns nicht alle einander näher bringen wird. 

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